Tabula rasa

Wie ich schon erwähnte geht der zweite Teil um meine Bekannt- und Freundschaften aus Irland & Großbritannien. Ich möchte ihnen danken. Erinnert ihr euch an das Nationenbingo? Wer das nicht gelesen hat, dem erkläre ich es kurz. Das Ziel dieses, von meiner Schwester und mir ausgedachten, Spieles war es 30 Leute aus 30 verschiedenen Nationen kennen zu lernen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Das habe ich dann auch geschafft. Dank Facebook und der „german“ Stammtische sind ebenso viele Freundschaften entstanden. Daraus ist wiederum jede Menge Spaß entstanden und Leute, falls ihr das hier lesen solltet: „Ich danke Euch! Es war eine tolle Zeit!“

Und je mehr Menschen man trifft, desto mehr lernt man auch. Ich beschrieb es bereits mal in dem Beitrag: „So viele verschiedene Ansichten“ Jeder Mensch denkt anders über das Leben, was uns, wenn wir zuhören, nur helfen kann. Natürlich muss man selbst eine Idee haben, wie man seine Zeit auf Erden gestalten möchte. Aber mir halfen die diversen Auffassungen, meine Idee zu überdenken. Von den zahlreichen Menschen, die ich kennen lernen durfte, war kaum jemand dabei, der bezweifelte, dass er seine Wunschvorstellung vom Leben in die Tat umsetzten könne. Also warum sollte ich dann zweifeln? Einen Traum habe ich mir mit meiner Reise schon erfüllt. Das soll aber nicht der Letzte sein.

Kennt ihr das Sprichwort: „Tabula rasa machen“? Reinen Tisch machen“ Warum denn nicht? Ich wische die Tafel blank und räume mit meinen Gedanken auf. Die alten negativen Gedanken, die mich einschränken, wische ich weg. Dann ist mehr Platz für was Neues. Das ist wie bei dem Kleiderschrank einer Frau.

So und was lernen wir daraus? Ich muss meinen Kleiderschrank aufräumen. Nein! Aber, wenn man mal ab und zu die alten Ansichten aussortiert, ergibt das neue ungeahnte Perspektiven.

In diesem Sinne: Ich wische jetzt mal die Tafel. Bis später.

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+Muse meidet Mittelerde+ trotz allem: ein Reiserückblick

Mein Gott, ist mein letzter Beitrag lange her – verdammt lange her. Aber ich sage euch, ich habe es versucht. Doch die Muse hat mich nicht geküsst. Sie hat mich einfach ausgelassen. Wahrscheinlich hat sie mich hinterm Berg in der kleinen Stadt nicht gefunden. Kürzlich habe ich sogar von Bekannten erfahren, dass die Region, in der ich wohne, von manchen Personen als Mittelerde bezeichnet wird. MITTELERDE!! Hallo?! Aber gut, lassen wir das mal so stehen. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist, wenn man die Muse einmal verloren hat, ist sie nur schwer wieder einzufangen.

Trotz alle dem ist es jetzt fast genau ein Jahr her, dass ich meine Reise begonnen habe. Da ist es selbstverständlich, dass man alles mal Revue passieren lässt. Wenn ich das tue, bin ich dabei sehr stolz. Ich muss lachen, manchmal auch fast weinen, schüttele gelegentlich mit dem Kopf und blicke letztendlich voller Freude darauf zurück.

Es war wirklich toll und manchmal glaube ich immer noch nicht, das ich das wirklich getan habe. Und das Schönste ist, ich habe meine Bilder, Erinnerungsstücke und Musik von der Reise. Diese erinnern mich immer an die wunderschönen Augenblicke und ruft genau das Gefühl hervor, was ich in diesem Moment hatte. Beispielsweise mein Reisetagebuch hält die Eindrücke fest, die ich aufschrieb nachdem George Clooney auf einmal neben mir lief. Nebenbei bemerkt werde ich das so und so nicht vergessen, aber es ist sehr lustig den aufgeregten Tagebucheintrag zu lesen. Da fällt mir ein, dass ich darüber mal schreiben könnte. (Muse, bist du etwa wieder da?) Genau so erinnern mich verschiedene Lieder an eine großartige VW Bully-Tour durch Irland oder an die beste Nacht meines Lebens in Galway. Tja und so hält jede kleine Sache eine Erinnerung versteckt.

Und erst die wunderbaren Menschen, die ich kennen gelernt habe… Doch dazu erzähle ich euch beim zweiten Teil mehr. Dieser kommt in zwei Tagen. Also, bis Montag.

Euer welpenbummler