Oh Gott, oh Gott. Ich bin nominiert…

Ich war immer das Mädchen, was keiner in seiner Mannschaft haben wollte & dass beim Schulsport immer zuletzt aufgerufen wurde. Und jetzt bin ich nominiert. Was für ein Gefühl. An mein Teenager-Ich: „Es wird besser!“

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an stattstadtmädchen für die Ehre.

Meine Nominierten sind:

stattstadtmädchen

Blogs und Blöge

Hier die kommt die sehnsüchtig erwartete Beantwortung der Fragen:

  1. Wenn du deine Leben speichern könntest, um etwas konsequenzlos auszuprobieren: was wäre es? Ich würde Allen, die mich jemals mies behandelt haben und mich ausgelacht haben, in aller BUD SPENCER- Manier eine verpassen. Aber so richtig. Nicht nur denen, sondern auch jedem, der jemand anderen unrecht tut. Also wenn ich dabei bin. Oh, wirft das jetzt ein schlechtes Licht auf mich? 😉
  2. Wovor hast du Angst? Geliebten Menschen weh zu tun oder sie zu verlieren.
  3. Wovor hast du keine Angst mehr? Durch Dublin zu laufen ohne meine Tasche krampfhaft festzuhalten.
  4. Bist du glücklich? Ja, ich bin glücklich. Glücklich, dass ich einen großen Schritt gewagt habe.
  5. Welches Poster hing in deinem Kinderzimmer? BELA B., Elvis und Queen- oh Gott, wie das klingt. Ich bin aber erst Mitte 20. Wirklich!
  6. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Ich musste immer mal Sachen in der Schule schreiben, die die Anderen öfter komisch fanden.

    Kurze Anekdote: Meine erste Klassenlehrerin auf dem Gymnasium ( ich möchte hier keine Namen nennen, Frau K.!) fand irgendwann, dass meine Klassenkameraden zu viel lachten, wenn ich meine Sachen vorlaß. Ich sei zu komisch und es würde mich beim Abitur nicht weiter bringen. Ich sollte das doch ablegen. Seitdem habe ich nicht mehr so gern geschrieben. Bis ich mir irgendwann dachte. Ach, vergiss Frau K. und schreibe! Heinz Ehrhardt schrieb auch komisch. Also hört nicht immer auf eure Lehrer.

  7. Android oder Iphone? Wahrscheinlich Iphone, aber ich habe Android.
  8. Was ist deine erste Erinnerung? Ich glaube die, bei der ich versucht habe, bei einer großen aufblasbaren Spielzeugrolle an die bunten Bälle, die sich innen befanden, ran zukommen. Meine Schwester ist damals fast verzweifelt. Anscheinend habe ich das Spielzeug nicht begriffen.
  9. Auf welchen Luxus kannst du verzichten?Ein fettes Auto. So ein kleiner Mini tut es auch. 😉
  10. Was kannst du deiner Meinung nach besonders gut? Leute zum Lachen bringen und Witze machen. Hey,…kann man damit eigentlich Geld verdienen…? 😉
  11. Für welche Momente, Erfahrungen oder Menschen bin ich heute besonders dankbar?Das ist schwierig. Ich bin stets dankbar für eine wundervolle, starke und liebevolle Familie, wie ich sie habe. Yeah…wir sind echt super!

    Und für Menschen, die mich trotzdem lieben, auch wenn ich mal meine fünf Minuten habe, die gerne mal eine halbe Stunde dauern.

    Und ich bin sehr dankbar für die Erfahrung, dass man wahre Freunde manchmal erst später findet. Diese dann aber für ewig behält.

Meine Fragen:

  1. Würdet ihr gerne mal für einen Tag euer Ich neu kreieren?
  2. Hund oder Katze?
  3. Ihr sollt einen Reiseführer schreiben. Für welches Land schreibt ihr?
  4. Wer ist ein Vorbild für euch?
  5. Welches Konzert war das Beste, was ihr je hattet?
  6. Wenn Ihr in die Rolle eines Dichters oder Schriftstellers schlüpfen solltet, welcher/ welche wäre das?
  7. Ihr fahrt in den Urlaub. Lieber ins sonnige Italien oder ins mystische Island?
  8. Seit ihr Handy-süchtig oder könntet ihr mehrere Tage ohne euer Smartphone leben?
  9. Was war/oder ist eure Lieblingsserie?
  10. Einmal um die Welt und all euer Geld ausgeben oder Haus, Familie, Hund und Erspartes?
  11. Welcher Hammer- Song motiviert euch immer, egal in welcher Lage ihr seit?
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Wenn Mir kalt ist, gehe ich wieder heim…

So jetzt bin ich in Dublin angekommen. Nach einer verrückten Achterbahnfahrt der Gefühle (und ja, es gab natürlich Tränen. Ich sehe euch ja jetzt ein halbes Jahr nicht mehr!), bin ich an meinem ersten Ziel angelangt.

Und was soll ich sagen? Es ist schon eine ganz andere Welt. Allein von den Umgangsformen. Es ist so höflich, einladend, echt toll. Obwohl es noch nicht Großbritannien ist.

Mein Englisch bessert sich von Tag zu Tag. Vom ersten gar-nichts-verstehen: „Sorry. What do you said?“ ist ein  „’xcuse me?“ geworden. Für alle, die jetzt nicht mitkommen. Den Akzent und die Umgangsform habe ich schon gut drauf. Aber es fehlen mir noch ein paar Vokabeln. Es wird trotz allem mit jedem Tag besser. Ich denke und fluche bereits schon in Englisch. Also werde ich bald alles verstehen können. Außer die Iren sprechen wieder Gälisch mit mir, dann bin ich raus.

Das „Isaacs Hostel“, in dem ich gelandet bin, ist für den Preis ab 18 € echt klasse. Es gibt freies Frühstück, freies Wifi, freien Tee oder Kaffee und sogar kostenlose Stadtführungen, die bis zu 3 Stunden gehen können. Es gibt auch Pub-Touren. Die Leute hier in Dublin sind alle sehr musik-begeistert. Das merkt man nicht nur in den Pubs sondern auch auf den Straßen. Egal ob hier jemand singen kann oder nicht, sobald ein Straßenmusiker ein Lied anstimmt, singen alle mit. Es kam auch schon, ganz typisch, in einem vollen Pub das Lied: „Galway Girl“! Wer das Lied nicht kennt, hört es euch an. Es ist toll. Das ist Irland, wie ich es mir vorgestellt habe.

Jetzt gibt es nur noch ein Thema über das ich sprechen muss. Das Wetter.

Glaubt es mir oder nicht. Es ist toll. Nicht zu heiß, um die 18- 20 Grad mit leichtem Wind. Sehr angenehm. Bis jetzt gab es auch nur zweimal kurze Schauer. Dennoch freue ich mich mal besser nicht zu früh. Bei einer Frostbeule, wie mir. Wer weiss, was noch für Wetter kommt. Aber eins steht fest: „Wenn mir kalt ist, gehe ich wieder heim…“ 😉

Also bis bald, euer welpenbummler

Howth, Nördlich von Dublin

Howth, Nördlich von Dublin

Ich packe meinen Koffer…

So, jetzt geht es wirklich in die Endphase. Mein Flug nach Dublin geht Mitte August. Dementsprechend steigt jetzt die Aufregung. Welche Sachen nehme ich mit? Also spiele ich jetzt immer mal: Ich packe meinen Koffer. Das sieht ungefähr so aus: Ich sitze auf der Couch und erstelle eine Liste.
„Ich packe meinen Koffer und nehme mit…meine Schwester, meinen Freund, meinen Bruder, meinen Papa…“ -Verdammt! Das ging irgendwie anders.
Zweiter Versuch: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…einen Reisebus, mit meiner Schwester, meinem Bruder, meinem Papa…“ – Ach, verdammtt! Über diesen Punkt komme ich nicht hinweg. Das läuft immer wieder so ab. Also neuer Versuch. Ich reise allein. Ohne Jemanden, den ich kenne. Damit ich aus meinem gewohnten Umfeld mal raus komme, über den „Tellerrand“ schaue und viele neue Leute kennen lerne. So viel dazu.

Bevor ich weiter packen kann, fällt mir was ein. Da ist noch ein Spiel, bei dem ich am Ende meiner Reise unbedingt als Sieger raus gehen möchte. Ach, was heißt ich möchte. Das klingt viel zu bescheiden. Ich will!
Das Spiel heißt „Wer bin ich?“ Dazu muss ich sagen, dass ich das Wort Selbstfindung nicht mag. Das mache ich auch nicht. Ich spiele viel mehr „Wer bin ich?“. Hier die Regeln: Man bekommt einen Namen zugeordnet, in meinem Fall von meinen Eltern Julia, ohne zu wissen, wer man ist. An dieser Stelle sei gesagt, ich weiss schon, wer ich bin und wo ich wohne.  Doch leider weiss ich noch nicht so recht, wo meine Stärken sind und in welche Richtung mein Weg geht. In den nächsten Runden muss man versuchen, alles über den Namen raus zu finden.

Was habe ich bis jetzt in den vorherigen Runden rausbekommen? Ich bin jung. Ich bin weiblich. Und ich habe was auf dem Kasten. Warum soll ich das nicht mal auf die Probe stellen und dabei in den nächsten Spielrunden so viel, wie möglich über mich erfahren?

Also los geht’s! Kommt mit mir mit auf meine Reise und schaut zu, wie ich mich bei „Wer bin ich?“ schlage. Aber hey, nicht schummeln!